Die Herkunft des Dalmatiners ist bis
heute unklar und lediglich auf Vermutungen gestützt.
Auch das Herkunftsland des Dalmatiners ist umstritten. Man darf aber
annehmen, dass diese Hunderasse aus dem Raum rund um das adriatische
Mittelmeer stammt. 1882 wurde der erste Rassestandard verfasst von
Vero Shaw. Und der erste bekannte offizielle Standard geht zurück auf
das Jahr 1890.
Viele einschlägige Werke weisen im Laufe der Jahrhunderte auf den
Dalmatiner hin. Man findet die Rasse unter: Türkischer Hund,
Dalmatinischer Hund, Petit Danois, Tigerhund, Bengalische Bracke.
Viele Illustrationen aus verschiedenen Ländern weisen darauf hin, dass
sein Ursprung weit in das Altertum zurückreicht. Eindrücklich beweist
das ein Druck aus dem frühen Altertum, welcher einen gepardelten oder
getupften Hund neben einem ägyptischen oder babylonischen Kriegswagen
zeigt. (Bild oben) .

Um 1750 fertigte der Kunsttischler
Heinrich Wahl ein wunderschönes Möbelstück an. Im Wittelsbacher
Schloss in Berchtesgaden wird ein Schreibschrank gezeigt, eingelegt
mit Elfenbein und Ebenholz. Ein oberer Teil der Intarsien stellt eine
Szene der Hubertuslegende dar. Zwei unverkennbare Dalmatiner liegen
zwischen Hubertus und dem Hirsch mit dem schimmernden Kreuz zwischen
dem Geweih. Gemäß der Legende um 727, soll der fränkische Adelige die
Jagd so leidenschaftlich geliebt haben, dass er sämtliche religiösen
Pflichten darüber vergaß. Als er nun sein Gewehr auf einen Hirsch
anlegte erschien in dessen Geweih ein schimmerndes Kreuz. Hubertus
erkannte das Zeichen des Himmels und wurde Mönch. Er wurde später
Bischof von Lüttich und nach seinem Tode heilig gesprochen.

Vor ca 200 Jahren wurde der getupfte Hund erstmals von Thomas Bewick
Dalmatinerhund genannt. In seinem Buch History of Quadrupeds (Geschichter
der Vierfüßler), dass im Jahre 1791 erschien, bildet er einen kräftig
gebauten, vom Kopf bis zur Schwanzspitze mit kleinen Tupfen übersäten
Hund, mit Monokel, eng am Ohransatz kupierten Ohren und einen
Ringelschwanz ab. Bewick führt Dalmatien als Urheimat des
Dalmatinischen Hundes auf.Der französische Naturforscher Buffon weist
in seinem 1772 erschienenen Werk Die Vierfüßigen Thiere auf einen
Bengalischen Harrier oder Hasenhund.

Obwohl für W.Taplin der Dalmatiner nur
geringeren Wert - höchstens um den Stall zu schmücken - hatte, nahm er
in seinem Buch The Sportsman`s Cabinet (1803) einen typischen
Dalmatiner auf: Reinagels Bild; Der Kutschenhund. Außer der
muskulösen, kräftigen, aber überaus eleganten Körperform sticht das
sichtbare sehr helle Auge - möglicherweise ein Blau oder Birkauge -
hervor. Der Wiener Zoologie-Professor Dr. L.J. Fitzinger, kennt den
Dalmatiner in seinem Werk Der Hund und seine Rassen(1876) als
Bengalische Bracke, aber auch als Dalmatinischen Hühnerhund. Er
schreibt, das diese Rasse zuerst in Dalmatien gezogen, später nach
Bengalen gebracht und von dort nach Europa eingeführt wurde. Für das
England des 19.Jahrhunderts war der Dalmatiner der Kutschenhund
schlechthin.
Auf Gemälden des 17.Jahrhunderts sind so dalmatinerähnliche Hunde zu
finden, dass an ihrer Rassezugehörigkeit kaum zu zweifeln ist.
Gelegentlich ist die Tüpfelung der heutigen ähnlicher als auf späteren
Bildern.

Von dem berühmten holländischen Maler
Gerhard ter Borch stammt eine Szene vom Kongress von
Münster(Beendigung des Dreißigjährigen Krieges) Zur seite einer
Ansammlung würdiger Herren steht der üppig gekleidete Dauphin von
Frankreich und neben ihm ein veritabler Dalmatiner. Unser nächster
Autor gehöhrt zu den hervorragensten Hundekennern der zweiten Hälfte
des Vergangenen Jahrhunderts,als es noch immer recht wenige Bücher
über Hunde gab.Es ist Stonehenge, Pseudonym für J.H. Walsh. er schrieb
zwei Bücher: The Dog erschien 1867 bei Longmans.
Im Vorwort, datiert 1859, erklärt er sich Youatt für die Beschreibung
sowie die Stiche einiger fremdländischer Rassen verpflichtet. In dem
Kapitel, das Dalmatiner und Dogge gemeinsam behandelt, heißt es: Der
Dalmatiner ist ein hübscher, gut gebauter Hund, 24 bis 25 inches (61
bis 63,5 cm ) groß und dem Pointer ähnlich, doch werden seine Ohren
kupiert. Er ist auf weißem Grund schön schwarz getupft; auffallend
gern ist er mit Pferden zusammen, neben denen er beim Ausritt
herläuft;

lange Zeit diente er auch als dekorativer Kutschenbegleiter, bis diese
Mode abkam. So ist er als Kutschenhund bekannt, während er in seiner
Heimat gleich dem Pointer bei der Jagd gute Dienste leisten soll.
Der Dalmatiner in Deutschland
Bereits um das Jahr 1600 findet man in Deutschland auf Gemälden
Dalmatiner abgebildet. In Beckmanns -Geschichte und Beschreibung der
Rassen des Hundes-, das 1985 erschien, wird erstmals ein
Dalmatinerzüchter namens Brandis von Braunschweig erwähnt. Vermutlich
dessen zwei Dalmatiner wurden an der
Hundeausstellung in Hannover 1897
ausgestellt. Bereits 1891 soll in Frankfurt die beachtliche Zahl von
19 Dalmatinern zur Schau gestellt worden sein. Trotz der schwierigen
Lage anfangs dieses Jahrhunderts fanden sich im Jahre 1920 in Ettingen
bei Karlsruhe, einige Dalmatinerfreunde zusammen und gründeten den
-Deutschen Dalmatiner Club-.

Gefunden bei
http://www.teehaus-dalmatiner.net/dalmi_hp/geschichte.html
Am Besten schaut es hier mit dem Internetexplorer 5 und höher
und einer
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